Winterferien in Realp

Realp ist mit 1538müM die höchstgelegenste und mit 158 Bewohnern die kleinste Gemeinde im Kanton Uri.

 

Nachdem wir Louis - unseren Enkel - im Schul-Skilager abgeliefert haben, fahren wir vom neblig-grauen Unterland in’s strahlend blaue und verschneite Urserental nach Realp zu Sandra, Seraina und Gregory. 

Die drei sind in der prächtigen Bergwelt schon fleissig am Skifahren und Schlitteln und so machen wir einen Streifzug durch Realp und frischen meine Kindheitserinnerungen auf.

Beim heute geschlossenen Simmen-Lädeli haben wir früher eingekauft - im 'Welschhus‘ bei meinen Grosseltern uns auf dem Giltsteinofen aufgewärmt, im 'Maschinehus‘ Onkel Sepp besucht und bei Tante Miggi gab’s immer etwas zum Schlecken.

 

Inzwischen ist es sehr ruhig in Realp, die Restaurants Post und Des Alpes sind geschlossen und auch der Friedhof liegt unter einer hohen Schneedecke. Nur die Auto-Verladestation zwischen Realp und Oberwald hat Hochbetrieb - ununterbrochen fahren vollbesetzte Züge durch den Furka-Tunnel.

 

Da die Langlaufloipe direkt an unserem Ferienhaus vorbeiführt, zwängen wir uns in die engen Schuhe und ab geht's - nach neun Jahren wieder einmal - auf den schmalen Brettern Richtung Zumdorf. Auch Gregory und Sandra stehen zum ersten Mal auf den Langlaufskiern. 

Seraina kann nicht genug vom Skifahren bekommen und würde die Skier am liebsten nicht mehr ausziehen. Es hat richtig Spass gemacht!

Heute geht die Jungmann- und Frauschaft zum Skifahren an den Nätschen in Andermatt.

Röbä und ich schlendern derweilen durch den Ort, der sich doch mit dem Einzug von Samih Sawiris in den letzten Jahren verändert hat. Zum Glück ist der alte gemütliche Dorfkern noch erhalten.

In der Biberbar an der Skipiste des Nätschen treffen wir auf unsere Nichte Sarina und kurze Zeit später - im Schlepptau mit den Schneehasen - trifft auch unsere Nichte Jaqueline ein.